Einmal rund um die Insel auf der Ringstrasse – mit dem Camper, dem Allrad oder dem Kleinwagen. Was sich wann lohnt, und wo man schläft.
Das ist die erste Entscheidung, und sie hängt von der Jahreszeit ab. Von Juni bis September ist der Camper die freieste Art, Island zu sehen: Man fährt, bis es schön ist, und bleibt. Campingplätze gibt es in jedem Ort, sie kosten 15 bis 25 Franken pro Person, und wildes Campen ist seit 2015 verboten, man braucht also ohnehin die Plätze. Ausserhalb der Saison wird es im Camper kalt und dunkel; dann ist der Mietwagen mit Hotels die bessere Wahl, und die Nordlichter gibt es dazu.
Preislich nehmen sich beide Varianten wenig: Ein Camper für zwei kostet im Sommer 150 bis 250 Franken pro Tag und ersetzt das Hotel; ein Kleinwagen kostet 60 bis 100 Franken, dazu kommen 150 bis 250 Franken pro Nacht für ein Hotel. Wer zu viert reist, fährt mit Mietwagen und Hotels oft günstiger.
Fahrzeug und Unterkünfte buche ich bei den Anbietern unten – sie sind auf Island spezialisiert, und bei Camper und Mietwagen hat man dort alle Vermieter im Vergleich. Wer alles einzeln bei den Vermietern anfragen will, kann das auch, braucht aber deutlich mehr Zeit.
Für die Ringstrasse reicht ein normaler Camper oder ein Kleinwagen – sie ist durchgehend asphaltiert. Allrad braucht, wer ins Hochland will (F-Strassen, nur Juli bis September, Flussdurchfahrten) oder in die Westfjorde, wo viele Strassen noch Schotter sind. Im Winter ist Allrad Pflicht, unabhängig von der Route.
Bei der Versicherung nicht sparen: Schotterschäden (Gravel Protection) und Sandsturm-Schäden (Sand and Ash) sind in Island echte Risiken, nicht Verkaufsargumente. Die Vollkasko-Option bei Discover Cars deckt den Selbstbehalt, bei den Camper-Vermietern gibt es entsprechende Pakete.
Ich fahre im Uhrzeigersinn, dann hat man die Highlights des Südens gleich zu Beginn und die ruhigen Ostfjorde in der Mitte. Tag 1 Keflavík – Reykjavík (Ankommen, Fahrzeug übernehmen). Tag 2 Golden Circle: Þingvellir, Geysir, Gullfoss, Nacht in Hveragerði, zum Beispiel im Greenhouse Hotel. Tag 3 Südküste: Seljalandsfoss, Skógafoss, Vík. Tag 4 Skaftafell und Gletscherlagune Jökulsárlón, Nacht beim Fosshotel Glacier Lagoon. Tag 5 Höfn und die Ostfjorde bis Fáskrúðsfjörður (Fosshotel Eastfjords). Tag 6 Egilsstaðir – Dettifoss – Mývatn. Tag 7 Mývatn, Walbeobachtung in Húsavík, Nacht in Aðaldalur (Hotel Rauðaskriða). Tag 8 Akureyri und der Norden bis Borgarnes. Tag 9 Snæfellsnes-Halbinsel. Tag 10 zurück nach Reykjavík (Hotel Reykjavík Saga) oder zur Blauen Lagune und ins Northern Light Inn beim Flughafen.
Mit dem Camper ersetzt man die Hotels durch die Campingplätze in denselben Orten; alle genannten haben einen.






Wer nicht selbst fahren will: Das sind die meistgebuchten Island-Rundreisen auf TourRadar – alle ab Reykjavík, mit Guide, Hotels und Frühstück, die Ringstrasse in sechs bis acht Tagen.










Preise sind Richtwerte, umgerechnet aus den TourRadar-Preisen (Stand November 2026, pro Person im Doppelzimmer, Kurs 1 US$ = 0.82 CHF); den genauen Preis in Franken zeigt TourRadar beim Klick, kostenlose Stornierung je nach Veranstalter. Veranstalterfotos von TourRadar, die anderen Bilder sind meine eigenen. Affiliate-Links: Buchst du über einen dieser Links, erhalte ich eine kleine Provision – für dich ändert sich der Preis nicht, manchmal bekommst du sogar noch einen zusätzlichen Rabatt.