Innsbruck, Salzburg, Salzkammergut, Linz und Graz – eine Rundreise mit dem Auto durch fünf Städte, die verschiedener nicht sein könnten.
Beste ReisezeitMai bis Oktober für die Städte; Dezember für Christkindlmärkte
Empfohlene Dauer7–10 Tage für die Runde Innsbruck–Salzburg–Linz–Graz
Preisniveaumittel – günstiger als die Schweiz, Salzburg am teuersten
Warum Österreich?
Österreich liegt vor der Haustür und wird gerade deshalb unterschätzt: Wer nur zum Skifahren hinfährt, verpasst die Städte. Ich habe eine Runde gedreht – von München über Innsbruck, Salzburg, das Salzkammergut und Linz nach Graz und zurück – und jede Stadt war anders: Innsbruck alpin und jung, Salzburg barock und voll, Linz überraschend modern, Graz mediterran mit Arkadenhöfen und dem besten Essen der Reise.
Das Schöne an Österreich ist die Dichte: Zwischen zwei Städten liegt nie mehr als zwei Stunden Fahrt, dazwischen Seen, Pässe und Dörfer, bei denen man anhalten will. Das Salzkammergut mit dem Altausseer See war der ruhigste Teil der Reise – nach dem Trubel in Salzburg genau richtig.
Und es ist ein Genussland: Schnitzel, Kaiserschmarrn, Kaffeehäuser, Mozartkugeln und Manner-Schnitten, dazu Wein aus der Südsteiermark. Man isst sich durch.
So buche ich Österreich
Die Rundreise fährt man am besten mit dem eigenen Auto – von der Schweiz aus über den Arlberg, Vignette nicht vergessen. Hotels buche ich über Booking.com, in Graz das Lendhotel, in Salzburg das NH Collection (beide unten). Für Salzburg und Innsbruck lohnt sich die Vorab-Buchung über GetYourGuide: Festung Hohensalzburg, Mozarts Geburtshaus und die Nordkettenbahn haben im Sommer Schlangen. Wer ohne eigenes Auto kommt, nimmt den Mietwagen ab München oder Wien über Discover Cars.
Selbst organisieren geht hier besonders gut: Die ÖBB verbindet alle fünf Städte, Tickets früh buchen (Sparschiene), und die Festung Hohensalzburg hat Tickets auch online direkt.
Meine Tipps für Österreich
Vignette vor der Grenze kaufen oder digital auf asfinag.at – ohne wird es teuer. Für den Arlbergtunnel kommt eine Maut dazu.
Essen in Salzburg: Zum fidelen Affen in der Priesterhausgasse, fünf Minuten von der Getreidegasse. Ich war zweimal dort, und beide Male war es ausgezeichnet: Räucherforellenfilet und Lungauer Eierschwammerl à la crème mit Laugenbrezel zum Anfang, dann Rindsgulasch oder das Wiener Schnitzel aus der Pfanne, zum Schluss Apfelstrudel oder Cremeschnitte. Unbedingt reservieren, abends ist es immer voll.
Salzburg am Morgen oder am Abend: Tagsüber kommen die Busse aus München, die Getreidegasse ist dann dicht. Früh zum Residenzplatz, abends zur Festung.
In Graz den Schlossberg zu Fuss über die Stiege hinauf, mit der Bahn hinunter – und danach im Landhaushof sitzen.
Innsbruck: Mit der Nordkettenbahn in 20 Minuten vom Zentrum auf 2000 Meter, selbst im Sommer eine Jacke mitnehmen.
Manner-Schnitten im Supermarkt kaufen, nicht im Shop – gleicher Inhalt, halber Preis.
Meine Fotos aus Österreich
Innsbruck
Auf der Innbrücke in Innsbruck – der Fluss kommt grün aus den Alpen, dahinter die Nordkette.Innsbruck vom Berg: der Inn, die Altstadt und das Inntal.Die Bergisel-Schanze von Zaha Hadid – von oben sieht man die ganze Stadt, Restaurant im Turm.Die Altstadt mit dem Goldenen Dachl – 2657 vergoldete Schindeln, Kaiser Maximilian liess es 1500 bauen.Gasse in der Altstadt – Erker, Zunftschilder und eine Feinbäckerei von 1795.
Salzburg
Salzburg von der Salzach aus: Festung Hohensalzburg, Dom und Kollegienkirche – bei Regen, wie oft in Salzburg.Am Residenzplatz vor dem Dom – mit den Köpfen von Jaume Plensa, die im Sommer 2025 den Platz bevölkerten.Die Plensa-Skulpturen vor dem Residenzbrunnen und dem Glockenspielturm.Mozarts Geburtshaus in der Getreidegasse 9 – die Schlange davor gehört dazu, das Museum lohnt sich trotzdem.Die Zunftschilder der Getreidegasse – jedes Geschäft hat eines, auch die Modeketten.Getreidegasse im Regen, oben die Festung – Salzburg hat über 1000 Millimeter Niederschlag im Jahr, Schirm einpacken.Zum fidelen Affen in der Priesterhausgasse – meine klare Empfehlung zum Essen in Salzburg – zweimal dort gewesen, vom Räucherforellenfilet bis zur Cremeschnitte alles sehr gut. Reservieren!Manner-Shop in der Altstadt – die Wiener Neapolitaner-Schnitte, mit Mozart als Türsteher.Manner in allen Grössen – der 18er-Karton ist das richtige Mitbringsel.
Salzkammergut
Der Altausseer See im Salzkammergut – dunkelgrün, still, dahinter der Loser. Rundweg in zwei Stunden.In Bad Aussee am Mittelpunkt-Stein – der Ort liegt genau in der geografischen Mitte Österreichs.
Linz
Die Dreifaltigkeitssäule auf dem Linzer Hauptplatz – 20 Meter Marmor aus dem Jahr 1723.Erker und Pastellfassaden in der Linzer Altstadt – die Stadt ist moderner als ihr Ruf, Ars Electronica Center und Lentos am Donauufer.
Graz
Graz von oben: die roten Dächer der Altstadt und der Uhrturm auf dem Schlossberg – Weltkulturerbe seit 1999.Der Hauptplatz mit dem Rathaus, dahinter der Schlossberg mit Uhrturm.Das Rathaus am Hauptplatz – Historismus von 1893, mit steirischen Fahnen.Blick durch die Gasse zum Uhrturm – die Zeiger sind vertauscht: der grosse zeigt die Stunde, der kleine die Minute.Die Schlossbergstiege – 260 Stufen im Zickzack hinauf zum Uhrturm, alternativ Lift oder Schlossbergbahn.Der Landhaushof – Renaissance-Arkaden von 1557, einer der schönsten Innenhöfe Mitteleuropas.Innenhof mit Arkaden und Gastgarten – Graz hat Dutzende davon, einfach durch die Tore schauen.Das Mausoleum Kaiser Ferdinands II. neben dem Dom – türkise Kuppeln, manieristische Fassade.Die Mariahilferkirche im Stadtteil Lend, gleich beim Lendhotel.Hofbäckerei Edegger-Tax in der Hofgasse – seit 1569, die geschnitzte Fassade ist von 1880. Sissi-Busserl probieren.Don Camillo am gleichnamigen Platz in der Altstadt – als Italiener in Graz: die Pizza ist gut.
Wo übernachten?
Zwei Hotels der Rundreise kann ich empfehlen: In Graz das Lendhotel, ein Designhotel im Stadtteil Lend, in Salzburg das NH Collection beim Hauptbahnhof – mit Garage, was in Salzburg Gold wert ist.
Affiliate-Links: Bei einer Buchung erhalte ich eine kleine Provision – für dich ändert sich der Preis nicht, manchmal bekommst du sogar noch einen zusätzlichen Rabatt. Hotels.com lohnt sich zum Preisvergleich und für das Treueprogramm (jede zehnte Nacht gratis), Vrbo für Ferienhäuser und Apartments.