Ätna, griechische Tempel, Barockstädte und 300 Sonnentage – die grösste Insel des Mittelmeers ist ein eigenes Land. Und der beste Ort, um dem Winter für ein paar Wochen zu entkommen.
Ehrlich vorweg: Sizilien habe ich noch vor mir. Nach Sardinien mit dem Motorrad, der Amalfiküste und dem Mittelmeer vom Schiff aus ist die grösste Insel Italiens mein nächstes Projekt – ein paar Wochen im Winter, wenn bei uns der Nebel liegt. Diese Seite ist meine Planung: was ich gelesen, von Freunden gehört und für mich zusammengestellt habe. Sobald ich dort war, schreibe ich sie mit eigenen Erfahrungen und Hotels um.
Sizilien ist nicht einfach Süditalien, es ist eine Welt für sich: Griechen, Römer, Araber, Normannen und Spanier haben hier gebaut, und alles steht noch. Die Tempel von Agrigent und Segesta sind besser erhalten als die meisten in Griechenland, Syrakus war einmal grösser als Athen, Palermo hat arabische Kuppeln auf normannischen Kirchen. Und über allem der Ätna, 3'300 Meter hoch, im Winter weiss, der zuverlässig Rauch macht.
Dazu kommt das Klima. Während bei uns der Hochnebel liegt, sitzt man in Taormina um elf Uhr im Café an der Sonne. Die Insel hat über 300 Sonnentage im Jahr, der Winter ist mild, der Frühling beginnt im Februar mit den Mandelblüten bei Agrigent. Wer pensioniert ist, hat das, was hier am meisten zählt: Zeit. Drei oder vier Wochen am gleichen Ort, Markt am Morgen, Espresso an der Piazza, Spaziergang am Meer, Abendessen um neun – so wird aus Ferien ein Stück Alltag unter Palmen.
Und die Küche: Pasta alla Norma, Arancini, Caponata, Fisch vom Markt, Cannoli, Granita zum Frühstück, Wein vom Ätna. Mediterran, frisch, und die Rechnung ist etwa halb so hoch wie zu Hause.
Für die Unterkunft vergleiche ich wie immer auf Booking.com – im Winter gibt es Ferienwohnungen mit Meerblick zu Monatspreisen, die bei uns für eine Woche reichen. Ohne Auto geht auf Sizilien wenig: Den Mietwagen würde ich am Flughafen Catania oder Palermo holen, Preisvergleich bei Discover Cars. Wer länger bleibt und das Velo oder das Motorrad mitnehmen will, nimmt die Nachtfähre Genua–Palermo, rund 20 Stunden. Tickets für die Tempel, den Ätna-Ausflug und Führungen in Palermo buche ich wie gewohnt vorab über GetYourGuide.
Direktflüge ab Zürich nach Catania und Palermo gibt es mit Edelweiss, SWISS und easyJet, im Winter seltener, aber täglich. Catania ist der bessere Flughafen für den Osten (Taormina, Syrakus, Noto), Palermo für den Westen (Cefalù, Trapani, Segesta).










Für die Ostküste ist Taormina der schönste, aber auch teuerste Standort; günstiger und ebenso gut gelegen sind Giardini Naxos direkt darunter und Syrakus mit der Altstadtinsel Ortigia. Im Südosten lohnt sich Noto oder Marzamemi, im Westen Cefalù für Strand und Altstadt, Trapani für Segesta, Erice und die Salinen. Palermo ist für zwei, drei Nächte grossartig, zum Überwintern aber zu laut.
Ich vergleiche Hotels und Apartments fast immer auf Booking.com – mit echten Bewertungen und meist kostenloser Stornierung. Für mehrere Wochen lohnt sich der Filter «Ferienwohnung» und die Monatsrabatte.
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